Bedeutung
Die Königin der Becher, das zweite Majeure Arcanum des Tarots von Marseille, verkörpert Empathie und tiefe Intuition. Sie führt zu einer ruhigen emotionalen Verbindung mit sich selbst und anderen.
Ihr traditionelles Bild zeigt sie meist in einem himmelblauen Mantel, mit dunklen Haaren und Augen. In ihrer Hand hält sie einen Rosenkranz, Symbol von Liebe aber auch heiliger Gnade. Ihre Züge sind regelmäßig, jedoch ihre Miene distanziert.
In ihrem mittelalterlichen symbolischen Kontext, alchemistisch und hermetisch, erinnert sie an die kardinalen Tugenden: Glaube, Hoffnung und christliche Liebe. Ihr goldenes Gefäß, gefüllt mit goldfarbenen Blumen und Insekten, steht für die Perfektion der Werke.
Heute ruft sie dazu auf, ihre Sensibilität zu entwickeln, ihre Fähigkeit, die Emotionen anderer zu spüren, ohne sich in diese einzufühlen. Sie führt zur authentischen Empathie, nicht zur affektiven Abhängigkeit.
Umgedrehte Bedeutung
Umgedreht kann die Königin der Becher ein übermäßiges Maß an Offenheit und Empathie anzeigen, das Fusions- und emotionale Abhängigkeitsprobleme hervorruft. Der Konsultant könnte sich in den Gefühlen anderer verlieren, so dass er sein eigenes Weg opfert.
In diesem Schattenaspekt ruft sie dazu auf, ihre Grenzen zu wahren, während sie sensibel bleibt. Liebe ist nicht gleichbedeutend mit Verwirrung, sondern bedeutet gegenseitiges Respekt und Selbstständigkeit.
Schlüsselbegriffe
| Polarität | Schlüsselbegriffe |
|---|---|
| Rechts | Empathie, tiefe Intuition, affektive Contenance, sanfte Verbindung, hohe Liebe |
| Umgedreht | Überempathie, Fusionsprobleme, emotionale Abhängigkeit, sentimentale Verwirrung, Ego-Schaden |
Wenn diese Karte im Tarot erscheint
Im einzelnen Tarot erscheint die Königin der Becher als ein Zeichen erhöhter Aufmerksamkeit für die Gefühle anderer. Sie ruft dazu auf, ihre Sensibilität und Empathie zu entwickeln.
In Kreuzung mit dem Papst oder dem Kaiser kann sie einen potenziellen harmonischen Partner bezeichnen, geleitet von den Gefühlen. Das Geheimnis liegt darin, seine eigene Richtung zu behalten, während man für den anderen da ist.
In einer Pyramide “Königin der Becher - Jüdin - Teufel” kann sie ein Manko an Selbstbehauptung anzeigen, das Fusions in eine schwierige Beziehung führt. Sie ruft dazu auf, seine eigene Raum und Grenzen zu wahren.